Autor: pddjc
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25 Jahre Erinnerungsstätte Lager Weyer – St. Pantaleon
Die Jubiläumsgedenkfeier 25 Jahre Erinnerungsstätte Lager Weyer – St. Pantaleon fand am Samstag, 28. Juni 2025 18 Uhr statt. Hauptredner war Bundesminister a. D. Rudolf Scholten, dessen Vater Auschwitz überlebte.
Die Erinnerungsstätte geht auf die Recherchen des Autors Ludwig Laher zurück. Noch vor Erscheinen seines international erfolgreichen Romans „Herzfleischentartung“ übergab er der Gemeinde ein Dossier erschütternder historischer Dokumente. Die Reaktion erfolgte für ihn ungewöhnlich rasch: Im Juni 2000 wurde die Gedenkstätte mit Unterstützung des Landes OÖ, der Gemeinde St. Pantaleon und der Lagergemeinschaft Mauthausen eröffnet.
Der damals gegründete „Verein Erinnerungsstätte Lager Weyer/Innviertel“ (VELWI) hat mit unzähligen Veranstaltungen, Führungen und Publikationen die Anlage zu einer weit über die Region hinaus beachteten Örtlichkeit der Erinnerungskultur machen können.
Neben Rudolf Scholten hielt der Vereinsobmann Ludwig Laher bei der Jubiläumsgedenkfeier eine Rede. Die musikalische Umrahmung übernahm der „Demokratische Chor Braunau“ mit Ausschnitten der Mauthausen-Kantate von Mikis Theodorakis.Bilder: © Thomas Neuhold Journalismus
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Mahnstein gegen Krieg und Faschismus
Im Jahre 1989 wurde auf dem Gehsteig vor dem Hitler-Geburtshaus ein Mahnstein gegen Krieg und Faschismus als Steinmetzarbeit aus Mauthausner Granit aufgestellt.
Auf der Vorder- und Rückseite befinden sich die Inschriften
„Für Frieden Freiheit und Demokratie – Nie wieder Faschismus – Millionen Tote mahnen“ und
„Stein aus dem Konzentrationslager Mauthausen“. -

Gedenken an Opfer von Krieg und Nationalsozialismus
Die Stadt Braunau, der Verein für Zeitgeschichte und das Mauthausen Komitee Österreich setzen ein Zeichen gegen das Vergessen der Gräuel des Nationalsozialismus. Die musikalische Gestaltung erfolgt durch den demokratischen Chor Braunau.
Das Gedenken findet am
Mahnstein in der Salzburger Vorstadt in Braunau am Inn
Freitag, 09. Mai 2025 um 18.00 Uhr -
Offener Brief an Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Johannes Waidbacher! Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates!
Wir, der Demokratische Chor Braunau, unterstützen in vollem Umfang die Vorschläge des Mauthausen Komitees und des Antifaschistischen Netzwerks zur Umbenennung nationalsozialistisch belasteter Straßennamen. Die nationalsozialistischen Hintergründe zu den Herren Reiter, Resl und Kriechbaum sind ausreichend von Herrn Schwanninger dokumentiert und historisch belegt.
Wir appellieren an die Gemeinde, der Forderung vollumfänglich zuzustimmen und im Zuge der nächsten Gemeinderatssitzung die Umsetzung zu beschließen, und noch vor der Mahnsteinfeier am 9. Mai diese braunen Schandflecke aus der Geschichte Braunaus zu tilgen. Selbstverständlich muss in diesem Zusammenhang auch die Ehrenbürgerschaft Reiters aufgehoben werden.
Erwartung einer positiven Rückantwort,
Martin Simböck für den Demokratischen Chor Braunau.

