Süverkrüp gilt als ein Gründervater der Liedermacherbewegung in Deutschland. Mit seiner sozialistischen Überzeugung und als langjähriges DKP-Mitglied war er in der tendenziell linken Liedermacherkultur eine starke Stimme. Geprägt waren seine Werke durch virtuoses Gitarrenspiel, Wortspiele und aktuell-politische Bezüge, die seine Lieder teils nur im zeitgenössischen Kontext verständlich sein ließen.
Cary Lowe, setzt sich für das Haus der Verantwortung In Braunau ein. Er lebt im US-Bundesstaat Kalifornien und arbeitet als Anwalt in San Diego, zeitweise auch als Professor an verschiedenen Universitäten. „Ich genieße es aber immer zurückzukommen – nach Braunau und in die Umgebung“, sagte Lowe. Ein Freund aus seiner Kindheit lebe immer noch hier. Carys Vater stammte aus Wien, seine Mutter aus der Slowakei. Beide waren Juden und während seine Mutter die Nazizeit im Versteck überlebte, gelang seinem Vater die Flucht in die USA. Geboren wurde er 1948 im Linzer Krankenhaus, aufgewachsen ist er in Braunau am Inn. Sein Vater übersetzte bei den Nürnberger Prozessen, und wurde anschließend nach Braunau geschickt, um untergetauchte Kriegsverbrecher identifizieren, Aktivitäten der Sowjets ausforschen. Heute lebt Cary Lowe in San Diego und erinnert sich lebhaft an das zerbombte Wien und an das Braunau seiner Kindheit. Vor dem Geburtshaus Hitlers hätten seinerzeit viele Einheimische die Straßenseite gewechselt, versucht, nicht hinzusehen. Man habe es nicht so genau wissen wollen, ob einer Aufseher in einem Konzentrationslager gewesen sei: „Einen Groll gegen jemanden zu hegen ist, wie Gift zu trinken in der Hoffnung, dein Feind stirbt.“ Mit dem aus Osijek in Kroatien stammenden Holocaust-Überlebenden Branko Lustig ein Sohn von Holocaust-Überlebenden, setzt sich Cary Lowe dafür ein das Haus der Verantwortung In Braunau zum Leben zu erwecken. Jetzt könnte es mit Unterstützung der Stadtgemeinde Braunau im seit zwanzig Jahren leerstehenden Stadttheater gelingen. Cary D. Lowe erhält am 25. November 2025 die österreichische Staatsbürgerschaft. Als Dank zur Annahme der österreichischen Staatsbürgerschaft, vom Demokratischen Chor Braunau ein Auszug des „Lied der Lieder“ aus der Mauthausen Kantate:
Die Videos „In Braunau steht ein Haus zu viel Teil 1+2“ aus dem Jahr 2023 stammen vom Republikanischen Club – Gruppe Neues Österreich Verein zur Aufhellung der jüngsten österreichischen Geschichte und zur Förderung ihrer Behandlung in der Gegenwart
Die Stadt Braunau am Inn hat es mit dem Haus in der Salzburger Vorstadt 15 nicht leicht. Bürgermeister Johannes Waidbacher hat durch seinen Vorschlag im Geburtshaus von Adolf Hitler Wohnungen einzurichten eine weltweite Braunau-Berichterstattung ausgelöst. Darüber diskutieren im Teil 1: Andreas Maislinger (Moderation) Harry Buchmayr (NR Abg.) Maria Mesner (Historikerin) Martina Schmidt (Deuticke Verlag) & Hubert Sickinger (Politologe)
Im Teil 2 Erwin Buchinger (Behindertenanwalt; Alexander van der Bellen, Georg MARKUS (Kurier) und Christian RAINER (profil)
Gedenkfeier für die Opfer des NS-Lagers St. Pantaleon-Weyer
Die Gedenkfeier steht unter dem Motto „25 Jahre Erinnerungsstätte“ Grußbotschaft: Bundespräsident Alexander VAN DER BELLEN Musikalische Umrahmung: Demokratischer Chor Braunau
St. Pantaleon Erinnerungsstätte Lager Weyer Moosachstraße Oberösterreich Samstag, 28. Juni 2025 18:00
Ein Zeichen gegen das Vergessen, die Gedenkstunde für die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus setzen die Stadt Braunau, der Verein für Zeitgeschichte und das Mauthausen Komitee Österreich. Das Hauptreferat hielt dieses Jahr der Leiter des Franz-und-Franziska-Jägerstätter-Instituts Mag. Dr. Andreas Schmoller. In der Ansprache von Martin Simböck wurde der Bürgermeister zur Umbenennung Straßen mit Nazi-Namen in Braunau aufgefordert. Der Demokratische Chor Braunau untermauerte das Gedenken für die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus mit dem Vortrag der Mauthausen Kantate.
Am 03. Mai 2024 gedachten die Stadt Braunau am Inn, der Verein für Zeitgeschichte und das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) der Opfer von Krieg und Nationalsozialismus. Der Hauptredner war der österreichische Schauspieler und Filmemacher Karl Markovics.
Mutter, wozu hast du deinen Sohn aufgezogen? Hast dich zwanzig‘ Jahr mit ihm gequält? Der Graben ist ein Gedicht von Kurt Tucholsky unter seinem Pseudonym Theobald Tiger im Jahre 1926. Tucholsky thematisiert darin das sinnlose Sterben in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und ruft am Ende die Menschen zur Überwindung des Nationalismus, des Militarismus und zur Versöhnung der Völker auf. Das Gedicht wurde 1959–1961 von Hanns Eisler vertont und gehört zu seinen bekannten Liedern nach Texten von Kurt Tucholsky.
Die Videos sind wegen der unregelmäßigen Strophen recht lang, nach den Noten findet sich noch ein Video aus dem Theater Dortmund, als Idee zur Interpretation.
Heinrich Schütz, ursprünglich zum Organisten ausgebildet, gilt als der bedeutendste deutsche Komponist des Frühbarocks. Die aus dem Zusammentreffen von Dreißigjährigem Krieg, Seuchen und sozialen Umwälzungen resultierenden schwierigen Lebensumstände trugen dazu bei, dass Schütz, sein Leben als „nahezu qualvolle Existenz“ beschrieb. Wie nun, ihr Herren, seid ihr stumm, Psalm 58 entstand 1660, ein spätes Werk von Heinrich Schütz, Text von Dr. Cornelius Becker.
Das Lied „Es geht ein dunkle Wolk herein“ war im Lauf seiner Tradierung starken textlichen Transformationen unterworfen. Von den 13 Strophen eines Flugschriftenliedes aus dem Jahr 1630, dem das Motiv des von ihrem Liebhaber verlassenen Mädchens zugrunde liegt, gelangt der Liedforschung des 19. Jahrhunderts nur die erste Strophe zur Kenntnis. Diese sowie die überlieferte Melodie bilden die Grundlage eines zuerst 1910 im „Zupfgeigenhansl“ veröffentlichten Abschiedsliedes.