Das Lied „Es geht ein dunkle Wolk herein“ war im Lauf seiner Tradierung starken textlichen Transformationen unterworfen. Von den 13 Strophen eines Flugschriftenliedes aus dem Jahr 1630, dem das Motiv des von ihrem Liebhaber verlassenen Mädchens zugrunde liegt, gelangt der Liedforschung des 19. Jahrhunderts nur die erste Strophe zur Kenntnis. Diese sowie die überlieferte Melodie bilden die Grundlage eines zuerst 1910 im „Zupfgeigenhansl“ veröffentlichten Abschiedsliedes.
